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Kongress-Newsletter

 

Kongress-Newsletter Nr. 2

      

Ausgabe 1 / Dez. 2012

Ausgabe 2 / März 2013

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Grußwort von Stefan Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Weimar

Liebe Teilnehmer des deutschen Homöopathie-Kongresses 2013,

 

Stefan Wolf, OB Weimarseien Sie mir herzlich willkommen in Weimar. Wir freuen uns sehr, Sie in der Kulturstadt Europas begrüßen und beherbergen zu dürfen.

 

Natürlich hoffe ich, dass Sie trotz Ihres anspruchsvollen Tagungsprogramms die Zeit finden werden, diesem ganz besonderen europäischen Ort Weimar ein wenig ‚nahe zu treten’. Es gibt viele Gründe, als Homöopath auf unsere Stadt zu schauen.

 

Dem Leiter Ihres Organisationsteams, Peter Großgott, möchte ich an dieser Stelle meinen Dank sagen - nicht nur, weil er maßgeblichen Anteil daran trägt, dass Ihre Jahreskonferenz in diesem Jahr zu uns kommt, sondern auch, weil er Sie mit dem programmatischen Thema „Klassik-Homöopathie im 21. Jahrhundert“ schon wunderbar auf unsere Stadt eingestimmt hat. Ausgesprochen dankbar bin ich Ihnen in diesem Zusammenhang auch, dass Sie dem Thema ‚Buchenwald’ und dem der ‚Rolle der Homöopathie in der Zeit des Nationalsozialismus’ einen eigenständigen Platz in Ihrem Programm eingeräumt haben. Weimar als vielbeachteter Ort in der Welt lässt sich heute genauso wenig ohne Buchenwald wie ohne die deutsche Klassik denken: Wer von der Literatur Goethes, Schillers oder Wielands spricht, dem kommen - von Weimar her - auch die Namen Jorge Semprun oder Imre Kertesz entgegen. Aber auch die klassische Moderne ist in Deutschland ohne „Weimar“ wahrhaftig kaum denkbar: Die Weimarer Republik und das Staatliche Bauhaus Weimar - beide gegründet im Jahr des Aufbruchs in die Moderne, 1919 - stehen dafür ein. Mit einem neuen Bauhaus-Museum und einem künftigen „Haus der Demokratie“ wollen wir diesen Ereignissen bis spätestens 2019 in Weimar ihren lebendigen Lern-Ort geschaffen haben … ganz im Sinne von Gustav Mahlers berühmtem Ausspruch, dass es nicht darum gehen könne, die Asche unserer Kultur anzubeten - wir sollten das Feuer unserer Kultur besser weiter anfachen! Eben dies war das klassische Projekt der Moderne. Und dies ist Weimars programmatischer Anspruch auch heute.

 

Auf Ihren Spaziergängen durch Weimar wird Ihnen dann sicherlich auch so manches bekannt vorkommen. Denn hat sich nicht Goethe selbst dem Ähnlichkeitsgesetz verschrieben, als er Mephistoles sagen ließ:

 

Zu Gleichem Gleiches, was auch einer litt;

Fuß heilet Fuß, so ist`s mit allen Gliedern“?

 

Und auch diese Tradition setzen wir hier gewissermaßen fort, wenn Weimar heute meines Wissens nach die einzige Stadt in Deutschland ist, die mit meiner Mitarbeiterin Frau Dr. Bán eine Amtsärztin mit homöopathischer Zusatzausbildung hat! Doch selbst dies kommt nicht von ungefähr: Immerhin hat schon Weimars berühmter Hofmedicus Christoph Wilhelm Hufeland die Forschungen von Samuel Hahnemann um 1800 nicht nur mit Interesse verfolgt, sondern ihm auch die Möglichkeit gegeben, seine Ähnlichkeitstheorie im „Journal der practischen Arzneykunde“ einem breiten Fachpublikum vorzustellen.

 

So wünsche ich Ihnen also in jeder Hinsicht eine gute Zeit in Weimar. Ihre Erfolge sind die Erfolge vieler leidender Menschen und ihrer Angehörigen - und damit auch ein großer Erfolg für unsere Gesellschaft.

 

Stefan Wolf, OB Weimar

Ihr Stefan Wolf

Oberbürgermeister



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