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Kongress-Programm

Stand: April 2013

TiKongressprogramm Weimar

 

Endgültiges Programmheft

Kongress-Newsletter

 

Kongress-Newsletter Nr. 2

      

Ausgabe 1 / Dez. 2012

Ausgabe 2 / März 2013

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Dr. med. Michael Teut

Pilotstudie Komplementärmedizin in der Senioren-Wohngemeinschaft (CAMGER)

Komplementärmedizinische Therapiestrategien zur Behandlung multimorbider geriatrischer Patienten wurden bislang kaum untersucht. In dieser Pilotstudie wurden die Effekte eines komplexen homöopathischen Therapiesettings in Ergänzung zur hausärztlichen Versorgung gegen die Effekte eine konventionelle hausärztliche Versorgung alleine in Senioren-Wohngemeinschaften im Rahmen einer Cluster-randomisierten klinischen Studie verglichen und die Machbarkeit des Therapieprogramms getestet.

 

Es wurden 8 Seniorenwohngemeinschaften mit insgesamt 58 Senioren in die Studie eingeschlossen. Die Intervention bestand aus Behandlungen durch einen homöopathischen Arzt, die Anwendung homöopathischer Medikamente, die Modifikation der konventionellen Therapie, ein wöchentliches Bewegungstraining und die Anwendung von einfachen naturheilkundlichen Maßnahmen wie z.B. Wickel oder Heilpflanzentees durch geschulte Pflegekräfte.

 

Die Kontrollgruppe führte die konventionelle Versorgung fort. Als Messparameter wurden Alltagsfähigkeit (Barthel-Index, NOSGER, AMPS), Kognition (MMSE), Lebensqualität (QUALIDEM, Profil des Wohlbefindens), Sturzhäufigkeit, Krankenhausaufenthalte und Medikamentenverbrauch verwendet und explorativ miteinander verglichen (Mittelwerte, Konfidenzintervalle, Effektstärken). Mittlere Effektstärken wurden nach einem Jahr für Alltagsfähigkeit und Lebensqualität erzielt. Im Bereich Kognition zeigten sich keine Effekte.

 

In der Interventionsgruppe lagen mehr Stürze vor als in der Kontrollgruppe, in Bezug auf Krankenhauseinweisungen zeigten sich keine Unterschiede, die Anzahl der verschriebenen Medikamente sank in der Interventionsgruppe. Die Intervention war machbar, aber zeitaufwändig, die Umsetzung abhängig vor allem von der Compliance des Pflegepersonals. Zukünftige Studien sollten Alltagsfähigkeit, Lebensqualität, Sicherheit sowie qualitative Daten erheben.

Dr. med. Michael Teut

Dr. med. Michael Teut

  • Oberarzt am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Hochschulambulanz für Naturheilkunde.
  • FA für Allgemeinmedizin, Homöopathie, Zusatzqualifikationen Ernährungsmedizin, Hypnotherapie.
  • Mitherausgeber der Allgemeinen Homöopathischen Zeitschrift.

 


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